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Im Gedenken an Pius Widmer

 
Inzigkofen trauert um ehemaligen Bürgermeister Pius Widmer.

Auch der Verein Hilfe von Haus zu Haus verliert einen treuen Fürsprecher und sachkundigen Berater.
Pius Widmer 2011
Für uns alle unfassbar mussten wir am Samstag die traurige Nachricht zur Kenntnis nehmen.
Pius Widmer ist vier Wochen nach seinem 72. Geburtstag unerwartet gestorben.

In den frühen Morgenstunden des Samstags ist der ehemalige Bürgermeister und Ehrenbürger seiner Heimatgemeinde, Pius Widmer, im Alter von 72 Jahren verstorben.
Die Inzigkofener Bürger und Wegbegleiter Widmers zeigten sich von seinem plötzlichen Tod tief betroffen.

Pius Widmer wurde am 7. Juni 1943 in Sigmaringen geboren. Er arbeitete als Amtmann bei der Kreisverwaltung Sigmaringen, als er sich 1973 zur Wahl für den
Bürgermeisterposten in der damals noch selbstständigen Gemeinde Inzigkofen bewarb. Mit der Kommunalreform vergrößerte sich die Gesamtgemeinde Inzigkofen
um Engelswies und Vilsingen. Als erstem Bürgermeister dieser neuen Großgemeinde war es damals das erklärte Ziel Widmers, die Ortsteile und ihre Menschen
in die Gesamtgemeinde zu integrieren. Widmers kommunalpolitisches Markenzeichen war sein Augenmaß für das Machbare und gleichzeitig die Offenheit für Neues.
In den Jahrzehnten bis zu seiner Pensionierung 2005 entstanden das neue Rathaus in Inzigkofen und die Hallen in Vilsingen und Inzigkofen. In Engelswies wurde
die alte Schule um das Probelokal des Musikvereins erweitert. Das sind nur einige Stichworte für Projekte in seiner Amtszeit. Für sein gesamtes Wirken
als Bürgermeister in 32 Jahren wurde Pius Widmer zum Ehrenbürger Inzigkofens ernannt.

Auch kreisweit engagierte sich der damalige Bürgermeister. Er war von 1979 bis 1999 Mitglied des Kreistages und lange Zeit Sprecher der Fraktion der Freien Wähler.
Im Kreistag wurde seine ruhige, besonnene, bescheidene und auf Ausgleich bedachte Art über die Fraktionsgrenzen hinweg geschätzt.

Dass für ihn der Ruhestand zu einem „Unruhestand“ werden würde, war 2005 jedem klar, der ihn kannte. In diesem Jahr gründeten die Gemeinden Schwenningen,
Bärenthal, Beuron, Buchheim und Irndorf im Rahmen eines EU-Programms die Aktion „Lebensqualität durch Nähe“. Bis zum Ende des Programms 2012 war Pius Widmer
Sprecher dieser Aktion. Aus der Aktion entstanden wesentlich unter der Mitwirkung Widmers der Nachbarschaftshilfeverein „Hilfe von Haus zu Haus“
sowie der Jakobspilgertag. Der ehemalige Bürgermeister von Bärenthal und Wegbegleiter des Verstorbenen, Roland Ströbele, sagte: „Auch nach dem offiziellen
Ende des Programms stand Widmer dem Nachbarschaftshilfeverein zur Verfügung“ – beispielsweise, wenn es um Zuschussanträge oder die Klärung verwaltungstechnischer
Fragen gegangen sei.

Traurig nehmen wir Abschied von unserem lieben Herrn Widmer.
Er stand unserem Verein vorbildlich zur Seite, hatte für uns immer ein offenes Ohr.
Unsere Erinnerung an ihn ist von großem Respekt und tiefem Dank erfüllt.
In den vergangenen 10 Jahren haben wir ihn als wertvollen Menschen kennengelernt.
Seiner Familie gilt unser ganzes Mitgefühl.  
Im Namen der Vorstandschaft
Monika Kohler, 1. Vorsitzende
Ingrid Reiser, Geschäftsführerin

Der Verein Hilfe von Haus zu Haus wird Pius Widmer stets in bester Erinnerung behalten.