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Zu Gast bei Nachbarn

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Zu Gast bei Nachbarn – Modellprojekt aus dem Landkreis Tuttlingen
 
Alte Menschen in der vertrauten Umgebung belassen – das ist ein Ziel der Politik, auch der Landkreisverwaltung. Eine mögliche Maßnahme dazu wird als Modellprojekt in Buchheim angeboten: „Zu Gast bei Nachbarn“.
Buchheim – Sandra Schilling hat ein Wohnzimmer zum Wohlfühlen.  Aber auch für andere, einmal in der Woche vielleicht (anfangs) fremde Menschen. Die Buchheimerin  ist die erste im Kreis Tuttlingen, die diese besondere Betreuung anbietet. Gerne dürfen auch aus den umliegenden Gemeinden Personen nach Buchheim kommen.
Gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsame Spiele, einfach mal reden in familiärer Atmosphäre,  gerade im ländlichen Raum, ist dies eine gute Möglichkeit zum Kontakt mit anderen Menschen. Darum wird dieses Angebot auch vom Landkreis unterstützt, vom Sozialministerium gefördert. Die Gastgeber müssen das nicht aus reiner Nächstenliebe machen, sie erhalten eine Aufwandsentschädigung – von der allerdings niemand reich werden kann. Die Betreuten zahlen – dafür kann auch die Pflegeversicherung aufkommen.
Pflegebedürftige, die zu Hause gepflegt werden, können sogenannte zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen in Anspruch nehmen. Diese sollen die Pflegebedürftigen und pflegenden Angehörigen unterstützen, zum Beispiel um eine Betreuung im Alltag sicherzustellen oder zur Unterstützung bei der hauswirtschaftlichen Versorgung oder der Organisation des Pflegealltags.
Dass es so etwas in Buchheim gibt, ist dem Verein „Hilfe von Haus zu Haus e.V. “  zu verdanken. Den Verein gibt es schon seit zwölf Jahren – ein Ergebnis der Aktion „Pro Lebensqualität“ mit dem damaligen Bärenthaler Bürgermeister Roland Ströbele. Der Verein ist in sechs Gemeinden aktiv: Neben Bärenthal und Buchheim noch in Irndorf sowie im Landkreis Sigmaringen in Beuron, Leibertingen und Schwenningen. Insgesamt sind 40 Helferinnen und fünf Helfer für 55 Personen tätig. Sie kommen zu den Betreuten, helfen beim Einkaufen und beim Haushalt, leisten ihnen Gesellschaft. Anfangs war es gar nicht so einfach, dass ältere Menschen Fremde in ihr Reich ließen – jetzt aber wollen immer mehr das Angebot annehmen, so dass auch immer mehr Helfer gebraucht wurden. Auch dieses Angebot ist nicht kostenfrei, elf Euro je Stunde sind zu zahlen (neun davon bekommt der Helfer). Für  eine ausführliche Beratung und Unterstützung ist die Fachstelle für Pflege und Senioren, Gartenstr. 22,  Frau Marianne Thoma, 78532 Tuttlingen, Tel.: 07461/ 926 4602  zuständig.  

Monika Kohler, 1. Vorsitzende

Siehe auch Pressebericht "Wochenblatt" vom Mai 2017 - hier klicken.